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Wissen rund um Geldanlage und Finanzen

Anlage- und Finanzlexikon T

Begriffe rund um Geldanlage und Finanzen.

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217 BegriffeA–Z übersichtlich erklärt

Wissen von A bis Z

Finanzbegriffe mit T

5 Begriffe

Tagesgeldkonto

Tagesgeldkonten eignen sich hervorragend, um Geld kurzfristig zu parken, bis man anderweitig darüber bestimmt. Meist reicht ein Telefonanruf, ein Fax, oder die Online-Anweisung, um das Geld vom Tagesgeld- aufs Girokonto zu transferieren.

Tagesgeldkonten sind täglich oder sehr kurzfristig kündbar. Die Konditionen orientieren sich an den Zinsen, die Banken untereinander für täglich fälliges Geld bezahlen.

Tagesgeldkonten sind zu einem typischen Internetbanking-Geschäft geworden. Diese Konten können leicht mit einem auszudruckenden Antrag eröffnet werden. Es gibt zahlreiche Informationsmöglichkeiten, welche Banken aktuell die besten Konditionen bieten. Der Anleger sollte darauf achten, dass das anbietende Kreditinstitut einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen ist.

Talon

Wertpapiere bestehen - finanztechnisch gesehen - aus mehreren Teilen: Dem Mantel, den man als "Hauptteil" bezeichnen könnte, weil darin die Rechte des Anlegers gegenüber dem Emittenten verbrieft sind und dem Bogen. Der Bogen wiederum besteht aus Coupons (Zins- oder Dividendenscheine), die zu den jeweiligen Zahlungsterminen vorzulegen sind und einem Erneuerungsschein (dem sogenannten Talon) als Anhang. Der Talon berechtigt zum Bezug eines neuen Zins- beziehungsweise Dividendenbogens.

Termineinlage

Kurz- oder mittelfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit oder Kündigungsfrist von mindestens einem Monat werden als Termineinlagen bezeichnet. Unterschieden werden dabei Festgelder, bei denen die Laufzeit im voraus festgelegt wird und Kündigungsgelder, bei denen eine Kündigungsfrist vereinbart wird.

Über diese Guthaben kann grundsätzlich nur verfügt werden, wenn die Fristen eingehalten werden, Ausnahmeregelungen aus Kulanzgründen sind möglich. Guthaben auf Konten, die täglich gekündigt werden können, werden als Tagesgeld bezeichnet. Zinsen aus dieser Anlageform unterliegen der Abgeltungsteuer.

Termingeschäfte

Im Gegensatz zum Kassamarkt, an dem direkt wirksame Käufe und Verkäufe z.B. von Aktien getätigt werden, befasst sich der Terminmarkt mit der Zukunft.

Ursprünglich standen Waren im Mittelpunkt der Termingeschäfte, so z.B. Rohstoffe. Ziel war es, sich auch in der nahen Zukunft auf stabile Einkaufspreise verlassen zu können, sowohl von der Lieferanten-Seite als auch von der Käufer-Seite her betrachtet. Heute sind die Objekte der Termingeschäfte i.d.R. Wertpapiere, vorzugsweise Aktien, Börsenindizes wie der DAX, aber auch Edelmetalle. Warentermingeschäfte spielen immer noch eine Rolle, aber die absolut meisten Termingeschäfte sind Finanztermingeschäfte.

Standardisierte Termingeschäfte werden an der Deutschen Terminbörse gehandelt. Zu den Finanztermingeschäften gehören Futures und Optionen.

Thesaurierung

Als Thesaurierung bezeichnet die sofortige Neuanlage laufender Erträge ohne die Möglichkeit einer Ausschüttung. Dieser Begriff spielt insbesondere bei Fonds eine für den Anleger wichtige Rolle, aber auch z.B. bei Bundesschatzbriefen. Wer Anteile an einem Thesaurierungsfonds oder Bundesschatzbriefe vom Typ B besitzt, erhält seine Erträge nicht wie bei Ausschüttungsfonds (oder Bundesschatzbriefen vom Typ A) jährlich ausgezahlt, vielmehr werden sie zur jeweiligen Anlagesumme hinzuaddiert. Dies hat zur Folge, dass die Ausschüttung am Ende des Geschäftsjahres des Fonds wegfällt.

Für seit dem 1. Januar 2009 erworbene Investmentfondsanteile unterliegen die Erträge und die Gewinne aus einer Veräußerung unabhängig von der Haltedauer der Abgeltungsteuer.

Die Vorteile der Thesaurierung liegen im Zinseszins-Effekt (siehe unter Zinseszinsen) und in der Möglichkeit, die Versteuerung auf einen Zeitpunkt zu verschieben, in der eine geringere Steuerprogression besteht.