Tagesgeldkonto
Tagesgeldkonten eignen sich hervorragend, um Geld kurzfristig zu parken, bis man anderweitig darüber bestimmt. Meist reicht ein Telefonanruf, ein Fax, oder die Online-Anweisung, um das Geld vom Tagesgeld- aufs Girokonto zu transferieren.
Tagesgeldkonten sind täglich oder sehr kurzfristig kündbar. Die Konditionen orientieren sich an den Zinsen, die Banken untereinander für täglich fälliges Geld bezahlen.
Tagesgeldkonten sind zu einem typischen Internetbanking-Geschäft geworden. Diese Konten können leicht mit einem auszudruckenden Antrag eröffnet werden. Es gibt zahlreiche Informationsmöglichkeiten, welche Banken aktuell die besten Konditionen bieten. Der Anleger sollte darauf achten, dass das anbietende Kreditinstitut einem
Einlagensicherungsfonds angeschlossen ist.
Talon
Wertpapiere bestehen - finanztechnisch gesehen - aus mehreren Teilen: Dem Mantel, den man als "Hauptteil" bezeichnen könnte, weil darin die Rechte des Anlegers gegenüber dem Emittenten verbrieft sind und dem Bogen. Der Bogen wiederum besteht aus Coupons (Zins- oder Dividendenscheine), die zu den jeweiligen Zahlungsterminen vorzulegen sind und einem Erneuerungsschein (dem sogenannten Talon) als Anhang. Der Talon berechtigt zum Bezug eines neuen Zins- beziehungsweise Dividendenbogens.
Termineinlage
Kurz- oder mittelfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit oder Kündigungsfrist von mindestens einem Monat werden als
Termineinlagen bezeichnet. Unterschieden werden dabei
Festgelder, bei denen die Laufzeit im voraus festgelegt wird und Kündigungsgelder, bei denen eine Kündigungsfrist vereinbart wird.
Über diese Guthaben kann grundsätzlich nur verfügt werden, wenn die Fristen eingehalten werden, Ausnahmeregelungen aus Kulanzgründen sind möglich. Guthaben auf Konten, die täglich gekündigt werden können, werden als
Tagesgeld bezeichnet. Zinsen aus dieser Anlageform unterliegen der
Abgeltungsteuer.
Termingeschäfte
Im Gegensatz zum
Kassamarkt, an dem direkt wirksame Käufe und Verkäufe z.B. von
Aktien getätigt werden, befasst sich der
Terminmarkt mit der Zukunft.
Ursprünglich standen Waren im Mittelpunkt der
Termingeschäfte, so z.B. Rohstoffe. Ziel war es, sich auch in der nahen Zukunft auf stabile Einkaufspreise verlassen zu können, sowohl von der Lieferanten-Seite als auch von der Käufer-Seite her betrachtet. Heute sind die Objekte der Termingeschäfte i.d.R. Wertpapiere, vorzugsweise Aktien, Börsenindizes wie der
DAX, aber auch Edelmetalle. Warentermingeschäfte spielen immer noch eine Rolle, aber die absolut meisten Termingeschäfte sind Finanztermingeschäfte.
Standardisierte Termingeschäfte werden an der Deutschen Terminbörse gehandelt. Zu den Finanztermingeschäften gehören
Futures und
Optionen.
Thesaurierung
Als
Thesaurierung bezeichnet die sofortige Neuanlage laufender Erträge ohne die Möglichkeit einer
Ausschüttung. Dieser Begriff spielt insbesondere bei
Fonds eine für den Anleger wichtige Rolle, aber auch z.B. bei
Bundesschatzbriefen. Wer Anteile an einem
Thesaurierungsfonds oder Bundesschatzbriefe vom Typ B besitzt, erhält seine Erträge nicht wie bei
Ausschüttungsfonds (oder Bundesschatzbriefen vom Typ A) jährlich ausgezahlt, vielmehr werden sie zur jeweiligen Anlagesumme hinzuaddiert. Dies hat zur Folge, dass die
Ausschüttung am Ende des Geschäftsjahres des
Fonds wegfällt.
Für seit dem 1. Januar 2009 erworbene
Investmentfondsanteile unterliegen die Erträge und die Gewinne aus einer Veräußerung unabhängig von der Haltedauer der
Abgeltungsteuer.
Die Vorteile der Thesaurierung liegen im
Zinseszins-Effekt (siehe unter Zinseszinsen) und in der Möglichkeit, die Versteuerung auf einen Zeitpunkt zu verschieben, in der eine geringere Steuerprogression besteht.