Value-at-Risk
Value-at-Risk bedeutet übersetzt "Wert im Risiko". Bei diesem Verfahren wird unter Annahme eines bestimmten Zeitraumes (z.B. eines Tages) und einer festgelegten Wahrscheinlichkeit (z.B. 98 %) - des sogenannten Konfidenzintervalls - auf Basis historischer oder statistisch vermuteter Preisvolatilitäten eine zentrale Kennzahl ermittelt. Diese drückt einen Verlust in Geldeinheiten aus, der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht übertroffen werden wird.
Bislang hat diese Methode insbesondere im Risikomanagement von Banken und Investmentgesellschaften für die Berechnung von Schwankungen von Wertpapierkursen, Marktpreisrisiken (z.B. Zinsänderungsrisiken), Rohwarenrisiken und Währungsrisiken Anwendung gefunden. Neuerdings versucht man, sie auch für die Risikomessung eines Kreditportfolios zu nutzen.
Value-Style
Value-Style
Verfolgt ein Anleger bei seiner Geldanlage den sogenannten
Value-Style, konzentriert er sich auf
substanzhaltige Werte mit stabiler, langjähriger Geschäftsentwicklung und einer festen Wettbewerbsposition.
Typische Branchen hierfür sind Chemie/Pharma, Maschinenbau und Automobilzulieferer.
Ausschlaggebende Indikatoren für Value-Werte sind
Vermögens- und Schuldenaufstellung
Eine Vermögens- und Schuldenaufstellung ist notwendig, um zu überprüfen, ob ein Privathaushalt überschuldet ist oder nicht. Dazu werden alle vorhandenen Vermögensgegenstände (z.B. Bargeld, Depotguthaben, Rückkaufswerte von Lebensversicherungen, Grundstücke oder Gebäude) den aktuellen Kreditverbindlichkeiten gegenüber gestellt. Hierbei sollte das Vermögen die Kreditverbindlichkeiten decken. Ist dies nicht der Fall, werden Konsumausgaben auf Kredit getätigt.
Vermögensstatus
Eine erfolgreiche
Anlagestrategie setzt voraus, dass das vorhandene Vermögen zunächst vollständig erfasst und strukturiert wird. Angelegt werden kann das frei verfügbare, nicht reservierte Vermögen.
Der sogenannte
Vermögensstatus entspricht der Bilanz eines Unternehmens; er enthält ebenfalls eine Darstellung der zeitpunktbezogenen Verteilung der Mittelherkunft und Mittelverwendung. Der Vermögensstatus hilft dem Anleger z.B. bei der Beantwortung der Frage: Welche Art der Vorsorge ist sinnvoll, welche überhaupt machbar?
Vermögensverwaltung
Unter
Vermögensverwaltung ist die ganzheitliche Betreuung eines in erster Linie großen Vermögens durch einen Finanzdienstleister zu verstehen. Dies können
Banken, ihnen nahestehende Spezialinstitute, aber auch bankenunabhängige Unternehmen oder Einzelpersonen sein.
Ziel einer optimalen Vermögensverwaltung ist es, dem Kunden den Aufwand abzunehmen, der mit einem aktiven Management seines Vermögens unweigerlich verbunden ist. Hierzu stellt der Vermögensverwalter sein Know-how zur Verfügung. Der Kunde zahlt ihm dafür ein Honorar, das pauschal, aber auch auf Erfolgsbasis vereinbart werden kann. Der Vermögensverwalter trifft alle Anlageentscheidungen auf der Grundlage einer zusammen mit seinem Kunden festgelegten Investment-Philosophie.
Eine gute Vermögensverwaltung beschränkt sich nicht nur darauf, das Guthaben der Kunden zu mehren. Sie bietet überdies spezielle Serviceleistungen an, wie z.B. die Unterstützung in allen Fragen der Vermögensübertragung, und hält zudem einen guten Kontakt zum Steuerberater des Kunden.
Versicherungskredite
Mit Versicherungskrediten bzw. -darlehn sind normalerweise Hypothekendarlehn aus Kapitallebensversicherungen gemeint. Statt der monatlichen Tilgung, die der Darlehnsnehmer bei einem Bankkredit bezahlt, zahlt er in die Versicherung ein. Am Ende der Laufzeit des Versicherungsvertrages wird dann die gesamte Summe aus der Lebensversicherung zur Tilgung des Darlehns verwendet.
Seit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes zum 01.01.2005 lohnt sich der Versicherungskredit für Bauvorhaben nicht mehr, wenn das Bauobjekt zur Eigennutzung bestimmt ist. Vermieter oder Firmen sollten sich durch ihren Steuerberater gründlich beraten lassen.
Der Ertrag aus Versicherungsverträgen, die nach dem 01.01.2005 abgeschlossen wurden, ist mindestens zu 50 % zu versteuern.
Volatilität
Unter Volatilität versteht man die Kursausschläge, also die Schwankungsbreite eines Marktproduktes, nach oben und unten, gemessen in einem festgelegten Zeitraum in der Vergangenheit. Sie wird in der Regel in einem 30- oder 250-Tage-Intervall gemessen.
Die Volatilität, auch Standardabweichung genannt, ist damit ein Risikomaß für die Geldanlage sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. Je höher die Volatilität desto höher ist das Risiko, aber auch die Chance. Für Anlagen in Werten mit hoher Volatilität sollte auch die Risikobereitschaft des Anlegers deutlich höher sein als bei Anlagen mit niedrigerer Volatilität.
Vorzugsaktien
Die Besitzer von
Vorzugsaktien haben gegenüber den Besitzern der
Stammaktien bestimmte Sonderrechte oder Vorteile. In Deutschland bezieht sich der Vorzug meist auf die
Dividendenhöhe. Doch wie im wirklichen Leben gibt es auch auf dem Aktienmarkt fast keinen Vorteil ohne Nachteil: So haben Inhaber von Vorzugsaktien regelmäßig z.B. kein Stimmrecht auf der Hauptversammlung der
Aktiengesellschaft.
Übrigens dürfen maximal 50 % des Grundkapitals einer Gesellschaft aus Vorzugsaktien kommen. Vorzugsaktien können
Inhaberaktien oder
Namensaktien sein.